Jetzt ist es endlich so richtig losgegangen. Die ersten zwei Trainingswochen nach dem “Lauf geht’s”-Programm von Dr. Wolfgang Feil liegen hinter uns und auch die ersten beiden Sonntags-Lauftreff haben alle erfolgreich gemeistert. Zeit für eine kurze Zwischenbilanz. Eine Pause können wir uns aber nicht erlauben. Denn jetzt heißt es: weiter trainieren und am Ball bleiben!

Chelsy

Die erste Woche des Programms ging bei mir eher schleppend los. Ich bin zwar gelaufen und habe im Fitness-Studio eine Art Tabata-Training gemacht. Leider wollte mein Laptop die DVD mit den Mobi- und Stabi-Übungen partout nicht abspielen. Also bin ich ein bisschen rumgehopst. Ein bisschen Dehnen, ein bisschen Strecken – das musste für’s Erste reichen. Dafür war ich vom ersten Lauftreff am Campus Wechloy (Cappuccino) umso begeisterter. Alle waren hochmotiviert und total gespannt – so wie ich auch. Die Trainer haben alle Läufer untersützt, bestärkt und auch die ein oder anderen Tipps gegeben. Zum Beispiel zu den Mobi- und Stabi-Übungen, die ich beim Lauftreff dann auch so richtig kennenlernen durfte. Dann ging es für uns (circa 50 Teilnehmer) auf die Tartanbahn des Uni-Sportgeländes. Zwei Mal zehn Minuten ruhiger Dauerlauf und dazwischen eine fünfminütige Gehpause. Das war alles machbar und hat niemanden überfordert. Im Anschluss haben wir noch drei Steigerungsläufe über 20 Meter absolviert und schon war alles wieder vorbei. Was aber geblieben ist, ist die Motivation am Programm. Die “Lauf geht’s”-Läufer konnten sich und die Trainer schon einmal kennenlernen. Nicht schlecht für den Anfang.

Motivation bis in die Laufschuhe: In Wechloy bei Lauf gehts (mittlere und schnelle Gruppe)

Meine Stimmung wird nur dadurch ein wenig gedämpft, dass ich ab Mitte der zweiten Trainingswoche im Urlaub bin. Ich werde mich zwar weiterhin an das Programm halten und laufen gehen aber etwas traurig bin ich schon, dass ich direkt zwei Lauftreffs hintereinander ausfallen lassen muss. Also liebe Cappuccino-Campus-Wechloy-Läufer: Nicht wundern, ich liege nur in der Sonne und trinke Ackerschachtelhalmtee!

Tatiana

Als zum ersten Mal das Lauftraining mit all den anderen Teilnehmern am Utkiek in Oldenburg anstand, hatte ich ehrlich gesagt keine großen Erwartungen. Da ich in der Latte-Macchiato-Gruppe bin, stand erst einmal Walken auf dem Programm. Ja, Spazierengehen – das ist doch keine so große Kunst! Äh nein. Obwohl ich zu den jüngeren Teilnehmern in der 160-Leute-Gruppe gehöre, war ich bei der Walking-Einheit schnell die Letzte. Aber zum Glück war Coach Walter zur Stelle und sagte die weisen Worte: “Lieber am Anfang unter- als überfordern!” Meine Rede!

Zwar trainiere ich regelmäßig im Fitnessstudio. Aber Krafttraining macht natürlich noch lange keine Kondition, wenn es ums Laufen geht. Trotzdem fand ich es sehr cool, zum ersten Mal eine Trainingseinheit mit richtigen Trainern durchzuziehen. Wer hätte gedacht, dass Walken durch die Natur – ohne Handy, ohne irgendwelchen großen Leistungsdruck – so entspannend sein kann!

Beim kommenden gemeinsamen Lauftraining werde ich in der Heimat Magdeburg sein, weil meine Mutter groß ihren 60. Geburtstag feiert. Dann werde ich das Programm mit ihr im Stadtpark gemeinsam durchziehen. Beweisfoto folgt auf Instagram ;)

Gloria

Nachdem ich die ersten beiden Trainigseinheiten vor dem ersten Lauftreff geschwänzt habe (ich war ein paar Tage im Urlaub), habe ich mich umso mehr auf das Laufen in der großen Gruppe gefreut. Als ich dann in Hatten ankam und die neon-grüne Gruppe auf dem Parkplatz sah, stieg meine Motivation noch mehr. Immer mehr Läuferinnen und Läufer sind auf dem Parkplatz eingetrudelt (am Ende waren wir über 70) und jeder hat sich gleich mit jedem unterhalten – besonders für Teilnehmer, die alleine dabei sind – so wie ich – eine wahre Erleichterung. Schließlich hätte es auch Grüppchenbildung geben können. Danke, liebe Lauf-Gruppe in Hatten, dass es nicht so ist!

Nach den Mobi-Stabi-Übungen, die ich an dem Tag zum ersten Mal gemacht habe, ging es auch schon auf die Runde. Gut zwei Kilometer ist sie nur lang, meinten die Trainer. Da waren besonders die Anfänger unter den Anfängern erleichert. Als es dann aber auf die zweite Runde ging und die auch noch locker in der Trainingszeit absolviert werden konnte, staunten einige nicht schlecht. Und ich muss sagen, auch ich bin begeistert, dass wir doch schon so viel geschafft haben. Nur noch 17 Kilometer mehr und wir packen den Halbmarathon – (L)auf geht’s!

Die ersten Eindrücke vom Lauftreff in Wechloy

Mareike

Der Start war schleppend. Denn obwohl ich in der Fortgeschrittenen-Gruppe bin, holte mich die erste Laufeinheit von sage und schreibe zwei mal 10 Minuten schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich leide zwischendurch unter Asthma und das holte mich sofort ein. Also schleppte ich mich schwer prustend über die Zeit, musste aber immer wieder stoppen, um überhaupt Luft zu bekommen. Danach war ich auf Dienstreise in Berlin und hatte gehofft, im Hotel ein Laufband zu finden – nix da! Ich musste mit dem Stepper vorlieb nehmen, kam an dem Tag aber auch so auf über 15000 Schritte. Essentechnisch konnte ich mich auch nicht an die Devise “Mehr Eiweiß und Fett, weniger Kohlenhydrate” halten – es gab im Hotel vor allem Brötchen und ein bisschen Quark. Zumindest Abends bestellte ich mir Salat und ein asiatisches Gericht mit viel Gemüse.

Das erste Lauftreffen in Hatten musste ich ausfallen lassen, denn ich hatte Dienst. Die Einheit holte ich aber am Samstag vor und da lief es dann endlich richtig gut. Auch die beiden weiteren Einheiten in der Woche klappten ohne Problem – bei Sonnenschein und guter Musik kam sofort gute Laune auf. Sonst habe ich vor dem Sport immer einen Eiweiß-Shake getrunken. Aber nachdem Dr. Feil beim Vortrag in Oldenburg davon abgeraten hatte, um den Stoffwechsel anzukurbeln, ließ ich den Shake auch weg – und hatte damit keine Probleme! Das rächte sich dann beim Lauftreff in Hatten. Da hing mein Magen richtig durch, die Gruppe war echt flott unterwegs und ich beim Lauf drauf und dran gewesen, stehen zu bleiben.

Ich war geläutert: Auch die Tabata-Einheit hatte ich weg gelassen, versprach den Trainern aber Besserung und auch die Einheiten auf dem Laufband im Fitnesstudio werde ich zukünftig nur noch bei Dauerregen absolvieren – “kein eigener Antrieb, du läuft ja nur mit” hieß es. Mit dem Essen lief es deutlich besser: es gab viel Salat, beim Grillen landete viel Gemüse mit Öl und Gewürzen auf dem Teller, Porridge mit Skyr und Früchten ist mein liebstes Frühstück. Ich dokumentiere mein Essen sowieso mit einer App und da kann ich sehen, wie die Verteilung ist. Immer noch nicht so wie im Buch, aber ich esse weniger Kohlenhydrate. Ich werde noch einige Rezepte aus dem Buch und das Brot-Rezept aus der Email ausprobieren. Und nach dem Lauf-Treff in Hatten war meine gute Laune schnell wieder da, ich freu mich auf die kommende Woche. Die Stimmung war ausgelassen und es war toll, mit Teilnehmern und Trainern ins Gespräch zu kommen.

Links: Mein Frühstück mit Porridge, Skyr oder Magerquark, Erdeeren, Heidelbeeren und einem Cappucino, Rechts: Mittagessen mit Brokkoli Salat (mit Öl und Nüssen) und kleine Garnelen

Karina

Ich muss zugeben, ich hatte vor dem “Lauf geht’s”-Start am 06. Mai ein wenig Bedenken. Ich habe nämlich über die Wintermonate sportlich rein gar nichts gemacht und meine im letzten Jahr mühsam aufgebaute Kondition war ziemlich dahin. Der Start in der Cappucino-Gruppe war bislang aber moderat und es macht einfach Spaß, wieder im Programm zu sein. Ich brauche immer etwas, an dem ich mich entlanghangeln kann. Alleine komme ich nicht vom Sofa runter. Der Trainingsplan plus die sonntäglichen “Lauf geht’s”-Treffen helfen mir total! Zudem habe ich mir ja für diese “Lauf geht’s”-Saison fest vorgenommen, den Kopf bezüglich des Trainings auf Stand-by zu schalten und nicht zu viel nachzudenken. Stattdessen einfach dem Plan folgen und machen!

Die “Lauf geht’s”-Gruppe in Varel ist wirklich super und wir haben eine geniale Trainingsstrecke durch den Wald. Zusammen unter frühlingsgrün eingefärbten Bäumen langzutraben tut nicht nur dem Körper sondern auch der Seele gut. Für die nächsten Wochen sind laut Trainingsplan ziemliche Steigerungen angesagt, was die Dauer der Laufeinheiten betrifft. Aber bis jetzt bin ich guter Dinge, dass das alles klappen wird. Wie heißt es doch so schön: Dat löppt sik allns torecht!

PS: Die plattdeutsche Karte habe ich mir zur Motivation an meinen Arbeitsplatz gepinnt. Ihr bekommt sie in den NWZ-Geschäftsstellen! :-)