Bei den Lauf-geht’s-Lauftreffs am Sonntag ist es klar, da trainieren alle gemeinsam morgens. Aber wie ist es unter der Woche, wann passt das Training am besten in den Alltag? Und wann fühlt man sich dazu in der Lage, das Meiste aus seinem Training rauszuholen? Wer ist eher morgens motiviert und wer hat eher abends die meiste Power?

Eule vs. Lerche. Diese Metapher wird oft dazu genutzt, um Schlaftypen zu beschreiben. Lerchen-Typen sind Frühaufsteher und morgens putzmunter. Der Eulen-Typ ist Langschläfer und erst am Abend so richtig leistungsfähig. Diese schöne Vogelmetapher haben wir einmal auf die Lauf-Typen übertragen und auch zwei Exemplare der jeweiligen Sorte unter uns Bloggerinnen gefunden.

Gloria (Eule)

Für Gloria geht’s erst abends auf die Runde.

Auch wenn ich grundsätzlich eher Frühaufsteher bin, meine Laufeinheiten habe ich bisher immer abends absolviert – also nach Feierabend. Ehrlich gesagt, fällt es mir aber immer schwer, mich zu motivieren. Wenn man nach einem langen Arbeitstag gegen 19 Uhr nach Hause kommt, möchte man einfach nur noch die Füße hochlegen. Damit das nicht passiert, ziehe ich mich sofort um, trinke noch ein Glas Wasser und los geht’s. Immer wenn ich zu lange gewartet habe, habe ich irgendeine Ausrede gefunden, das Training ausfallen zu lassen.

Wenn ich dann aber erst einmal unterwegs bin, finde ich auch Gefallen am abendlichen Training. Man kann den Tag noch einmal Revue passieren lassen und wunderbar abschalten. Nach dem Stress bei der Arbeit tut es gut, die Ruhe der Natur zu genießen. Ich habe mich auch bewusst dazu entschieden, ohne Musik zu laufen – schließlich bekommt man den ganzen Tag ja genug auf die Ohren.

Ich habe auch schon darüber nachgedacht, vielleicht doch morgens zu laufen. Aber ich habe es noch nicht geschafft, den Wecker einfach mal zwei Stunden früher zu stellen. Grundsätzlich macht mir frühes Aufstehen nichts aus, aber ich brauche dann einfach Zeit, wach zu werden – und kann nicht gleich die Laufschuhe anziehen und los laufen. Außerdem muss ich mich dann den Tag über mit den schweren Beinen herumschleppen…

Chelsy (Lerche)

Chelsy ist schon früh am Morgen top fit.

Um Glorias Motivationsproblem zu vermeiden, gehe ich immer direkt morgens laufen – mehr oder weniger direkt nach dem Aufstehen. Zähne putzen, Gesicht waschen, Sportsachen an und dann geht es auch schon los. Als Journalisten haben wir den Vorteil, dass wir morgens nicht ganz so früh im Büro sein müssen. Dafür arbeiten wir abends länger.

Wenn ich früh laufen gehe, dann weiß ich, ich habe meine sportliche Herausforderung für den Tag schon gehabt und kann mich abends mit Freunden verabreden oder einfach entspannen. Mal abgesehen davon, bin ich eh ein Morgenmensch. Denn dann habe ich ein bisschen Zeit, um einkaufen zu gehen, Wäsche zu waschen oder zu putzen. Durch und durch Lerche, könnte man also sagen.

Außerdem habe ich das Gefühl, abends keine Power mehr zu haben. Direkt nach dem Aufstehen sind meine Kraftreserven noch nicht aufgebraucht und da ich nach den Joggen immer ein schönes Hochgefühl habe, kann ich putzmunter in den Tag starten.