//Laufen, laufen und immer weiter laufen

Laufen, laufen und immer weiter laufen

Unser gemeinsames Ziel Halbmarathon rückt immer näher. Gut die Hälfte der Trainingswochen sind geschafft – also Zeit für ein kleines Zwischenfazit …

Gloria:

Als absolute Laufanfängerin bin ich im Mai gestartet und hatte damals große Probleme, zwei mal zwei Minuten zu laufen. Wie soll ich jemals mehr schaffen, dachte ich zu Beginn. Inzwischen steht eine Stunde im Trainingsplan und was soll ich sagen – die kann ich mittlerweile am Stück laufen. Wie? Das weiß ich auch nicht so ganz … Tatsächlich fällt mir noch immer jeder Schritt schwer und ich schleppe mich Meter um Meter voran. Ich versuche, so wenig wie möglich auf die Uhr zu schauen, sondern einfach so weit zu laufen, wie mich die Beine tragen. Mittlerweile weiß ich ja auch, wie lange ich für meine Standard-Strecken so brauche.

Mein großes Problem: das Tempo. Ich bin unvorstellbar langsam unterwegs (ein zügiger Walker kann mich entspannt überholen, während ich mich beim Laufen quäle). Das ist natürlich erst einmal frustrierend, gebe ich ehrlich zu. Wenn ich vom Training nach Hause komme, ärgere ich mich erst einmal ordentlich über mein Schneckentempo. Dann muss ich mir immer wieder bewusst machen, dass es nicht um die Zeit geht und nicht darum, wie schnell bzw. langsam ich im Vergleich zu anderen bin, sondern darum, über meine Grenzen zu gehen. Und das mache ich wirklich bei jeder Trainingseinheit. Vielleicht kommt dem ein oder anderen meine Situation bekannt vor, dann kann ich nur sagen: Bitte nicht aufgeben, auch wenn es manchmal noch so schwer fällt. Und ich geb auch nicht auf, versprochen!

Mareike:

Das Laufen als solches ist nichts Neues für mich. Wie ihr vielleicht schon aus meiner Vorstellung wisst, habe ich auch vorher schon mal die eine oder andere Runde gedreht. Mein „Rekord“ war dabei die Distanz von knapp 8 Kilometern. Während ich diese Zeilen tippe, muss ich ein bisschen schmunzeln. Was mir damals viel vorkam, ist mittlerweile Gewohnheit. Ich bin in der Cappuccino-Gruppe und erst bei der Tempo-Einheit in dieser Woche – die ja noch die kürzeste Distanz von den drei Läufen ist – hatte ich über 8 Kilometer auf der Uhr. Mitte Juni lief ich das erste Mal über 10 Kilometer – ein richtig gutes Gefühl, was ich ohne Trainingsplan und das Programm wohl nie so zielstrebig und fix erreicht hätte.

Ich finde es super, wie weit ich mittlerweile schon komme. Auf meinen Runden entdecke ist immer neue Strecken. Mittlerweile gelingt es mir sogar, auch mal meinen Kopf auszuschalten. Das wöchentliche Training ist für mich keine Qual, ich freue mich drauf und irgendwie ist es schon Routine. Und sogar im Urlaub bin ich gelaufen – auch weil zwei Freundinnen mich so super unterstützt haben! Nur am Tempo hapert es noch ein wenig, ich wäre zwischendrin gerne schneller. Das schaffe ich in der Tempo-Einheit ganz gut, sonst bin ich eher gemütlich unterwegs. Aber alle ehemaligen Teilnehmer, mit denen ich in der Vorbereitung geschnackt haben, sagten, dass es am Ende überhaupt nicht um die Zeit geht.

Dieses Mantra versuche also auch ich zu verinnerlichen. Minuspunkte würde ich von den Trainer aber wahrscheinlich für die Mobi- und Stabi-Übungen bekommen. Die lasse ich – aus Zeitmangel und Faulheit – häufig weg. Allerdings gehe ich einmal wöchentlich zum Yoga und versuche auch noch, ins Fitnessstudio zu gehen. Ersteres ist super für die Faszien, bei zweiterem versuche ich den Fokus vor allem auf die Stärkung der Beinmuskulatur zu legen. Gut für die Faszien ist übrigens auch eine spezielle Rolle, mit der man sich am ganzen Körper abrollen kann (vielen Dank an dieser Stelle für das Geburtstagsgeschenk 🙂 ). Das tut zwar weh, löst aber verklebte Stellen auf – bei mir ist das vor allem der seitliche Oberschenkel (autsch!). Auf den Lauf in Schortens freue ich mich schon, bis dahin versuche ich weiterhin jede Laufeinheit zu genießen!

Karina:

Nachdem ich den ganzen letzten Winter auf der faulen Haut gelegen habe, war ich komplett raus aus meinem Lauftraining. Im Mai bin ich in der Cappuccino-Gruppe gestartet und dann relativ flott wieder reingekommen in das Laufprogramm. Allerdings bin auch ich etwas langsamer unterwegs und habe mich jetzt daher entschlossen, in die Latte-Macchiato-Gruppe zu wechseln. Denn dort ist das Walking mittlerweile auch passé, es wird am Stück gelaufen! Mir kommt es in erster Linie darauf an, in diesem Jahr die 21 Kilometer zu schaffen. In welchem Tempo ist für mich erst einmal nebensächlich. An der Temposchraube zu drehen ist etwas, was ich mir für das nächste Jahr auf die Agenda schreibe. Eins nach dem anderen!

Worauf ich mich ehrlich freue ist der Jever-Fun-Lauf. Die Stimmung war im letzten Jahr so toll! Ich hoffe, dass es auch in diesem Jahr für uns alle ein unvergessliches Erlebnis und ein großer Motivationsschub sein wird. Wir schaffen das! Alle! Da bin ich mir ganz sicher!

Tatiana:

Letztens habe ich mich mit einer ehemaligen Klassenkameradin in meiner Heimatstadt getroffen – einer Sportlerin aus Leidenschaft. Auch sie hatte mitbekommen, dass ich inzwischen „unter die Läufer“ gegangen war und fand das richtig gut. Das freute mich natürlich!

Vor wenigen Monaten hielt ich noch nicht einmal zehn Minuten auf dem Laufband durch. Jetzt laufe ich locker mehr als 40 Minuten. Egal ob Lauftraining, Firmenlauf oder schon die zehn-Kilometer – nach jeder geschafften Strecke fühle ich mich euphorisch. „Dieses Gefühl kenne ich auch“, sagte meine ehemaligen Klassenkameradin bei unserem Treffen.

Chelsy:

Ich bin total euphorisch. In meinem Bekanntenkreis gelte ich nicht mehr als „die Unsportliche“ – und am Anfang war genau das mein Ziel. Ich wollte allen beweisen, dass ich sportlich sein kann. Mittlerweile werde ich auf meine Fortschritte angesprochen, Freunde fragen nach wie es läuft und zeigen sich beeindruckt. Dabei ist es auch schön, dass ich jetzt selber mehr an mich glaube. Die ersten fünf Kilometer, die ersten zehn Kilometer, das erste Mal eineinhalb Stunden laufen. Das alles sind Meilensteine, die ich nach der Hälfte der Trainingszeit schon erreicht habe. Meine persönlichen Ziele werden größer und der Halbmarathon wird realistischer – ich hätte niemals gedacht, dass das möglich wäre.

Aber es gibt auch Rückschläge. Ähnlich wie Gloria habe ich nicht das Gefühl, schneller zu werden. Ich schleiche vor mich hin und wünschte, dass es etwas schneller ginge. Außerdem hatte ich etwa einen Monat lang Schmerzen im Schienbein, die ich zum Glück durch einige Tipps und Tricks losgeworden bin. Ungeduldig – das trifft in jeder Lebenslage auf mich zu. Gerade lerne ich, „Lauf geht’s“ etwas langsamer anzugehen und das Programm zu genießen. Obwohl ich mit meiner Leistung so gut wie nie zufrieden bin, habe ich als Lauf- und Sportanfängerin schon so viel erreicht. Das muss ich mir immer wieder vor Augen führen.

 

Wir drücken euch die Daumen für den Jever-Fun-Lauf am 18. August und freuen uns, euch weiter auf dem Weg zum Halbmarathon begleiten zu dürfen!

Gloria, Mareike, Karina, Tatiana und Chelsy

2018-08-08T18:10:33+00:00