Aus der Zeitung hatte Hilke Bergemann-Wolff vom Lauf geht’s-Programm erfahren. Die Aktion weckte sofort ihr Interesse. Dann erlebte die NWZ-Leserin auch noch ein kleines Wunder.

Als sich Hilke Bergemann-Wolff bei Lauf geht’s anmeldet, hat sie von Beginn an ein Ziel fest vor Augen: Endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Schon seit knapp 50 Jahren hatte die 70-Jährige, die gebürtig aus Jever kommt, mal mehr und mal weniger geraucht.  Begonnen hatte alles mit ihrer Arbeit als OP-Schwester.  Der Job war stressig. Die Zigarette entspannend. Unzählige Methoden, um mit dem Rauchen aufzuhören, hatte sie schon ausprobiert. “Ich habe so viel versucht”, erzählt sie. Wann würde es endlich funktionieren?

Anfängliche Skepsis

Der allwöchentliche Lauftreff am Sonntag ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Alltag von Lauf geht’s-Teilnehmerin Hilke Bergemann-Wolff. Als sie im Frühjahr von der Aktion erfährt, denkt sie sich: “Das kannst du ja auch machen, vor allem, weil es hieß: Dr. Feil bringt jeden zum Laufen.”Doch es bleibt zunächst auch eine gewisse Skepsis. Taugt das Programm von Dr. Wolfgang Feil und Wolfgang Grandjean wirklich etwas? Schon der erste Vortrag von Dr. Feil räumt alle Zweifel aus. “Da waren mein Mann und ich total begeistert! Uns gefiel auch sehr die Art und Weise wie er gesprochen hat.” Vor allem aber überzeugt sie, dass aus der Ernährungslehre kein Dogma gemacht werde. Ein Stück Torte ist ab und zu auch mal drin. “Das ist für mich sehr wichtig!”, erzählt sie und lacht. Bergemann-Wolff ist eine sportliche Frau. Schwimmen und Wandern gehören zu ihren Freizeitaktivitäten. Doch immer wieder machen sich beim Wandern ihre Knie bemerkbar. “Beim Lauf geht’s-Training hatte ich komischerweise diese Beschwerden noch nie”, erzählt sie.

Entscheidende Moment

Als das Training mit den Laufeinheiten beginnt, raucht Bergemann-Wolff  immer noch nebenbei. Doch dann werden die Laufeinheiten immer länger und schnell merkt sie, dass sie sich entscheiden muss: Rauchen oder Laufen? Denn beim Laufen merke man schnell, ob man noch genug Luft bekommt oder nicht, stellt sie fest.  “Ich fand die Ernährungsumstellung super. Aber dann ist es ja irre, wenn du deine Ernährung umstellst, aber rauchst”, sagt sie. Im Juni ist Bergemann-Wolff mit einer NWZ-Leserreise in der Schweiz unterwegs und hat ihre Zigaretten vergessen. Bei der Ankunft denkt sie sich zunächst: Jetzt eine rauchen. Doch der Wille endlich aufzuhören und beim Training besser durchzuhalten, ist stärker. Es macht auf einmal “Klick”. Das Leben ohne Zigarette falle ihr leicht. “Der 20. Juni bleibt für mich ein Tag mit einem denkwürdigen Ereignis”, sagt sie und lacht.

 

Eure Tatiana