//Jever-Fun-Lauf 2018: Die Generalprobe für den Halbmarathon

Jever-Fun-Lauf 2018: Die Generalprobe für den Halbmarathon

Unser erstes Zwischenziel im Programm war seit Anfang Mai der 18. August. Der Jever-Fun-Lauf in Schortens (Friesland) sollte den Lauf geht’slern zeigen, ob sie den Halbmarathon in Oldenburg packen. 340 Teilnehmer gingen deswegen gemeinsam an den Start. Und auf der Strecke wimmelte es nur so vor grünen Shirts – da war der Zusammenhalt wirklich greifbar. Wir hoffen, ihr hattet genauso viel Spaß wie wir und seid happy mit eurer Zeit. Denkt dran, wenn ihr nicht die „vorgegebene“ 1:30 Stunde gelaufen seid, nicht direkt zu verzagen. Sprecht mit euren Trainern, ob ihr in Oldenburg lieber 10 oder 21 Kilometern laufen solltet. Aber: Setzt euch nicht unter Druck, das Training sollte Spaß machen!

Mareike

Spaß hat mir in jedem Fall auch der Lauf  gemacht. Im Vorfeld war ich zum Glück nicht so aufgeregt. Meine Feuertaufe bei einem Laufevent habe ich bereits Ende Juni hinter mich gebracht. Damals lief ich als „Cappuccino“ schon die 10 Kilometer in Löningen. So wusste ich ungefähr, was auf mich zukommt. Das war für den Kopf und die Psyche auf jeden Fall ein Vorteil, denn bei den anderen Teilnehmern spürte man förmlich das Kribbeln.

Mareike (links) und Chelsy glücklich und mit hochrotem Kopf im Ziel

Kurz vor dem Start war ich kurz aufgeregt. Auf der Strecke war das dann schnell verflogen. Chelsy und ich liefen zusammen, so motivierten wir uns gegenseitig. Zwischendurch kamen wir mit anderen Teilnehmern und Trainern ins Gespräch – auf der Strecke wimmelte es ja nur so vor grünen und roten Shirts. Die Strecke führte durch den Ort, was ich persönlich nicht ganz soo toll fand. Ich mag es mehr, durch die Natur und den Wald zu laufen.

Aber der Vorteil war, dass an der Strecke überall Menschen standen, die uns anfeuerten. Die hatten es sich mit Grills, Bier und Musik gemütlich gemacht. Da wollte man sich zwischendurch auch gerne einfach niederlassen, anstatt weiter zu laufen. Das Lauf-Tempo war super fix, ich war bis zu 3o Sekunden schneller als im Training. Und im Team fiel es leichter, diese Geschwindigkeit zu halten.

Kurz vor dem Ende bekam ich allerdings heftige Schmerzen im Bauch – das hatte ich noch nie. Einige Teilnehmer meinten, es könnte der Magen gewesen sein. Das Ziehen hatte sich im Ziel schnell wieder gelegt, aber die letzten Kurven musste ich mich echt quälen. Der Zielsprint fiel deswegen aus, das ärgerte mich sehr. Aber die Zielzeit stimmte mich mega glücklich – ein wunderbares Gefühl, die Medaille um den Hals zu tragen!

Chelsy

Was für ein Anblick: mehr als 300 Läufer in grünen Shirts standen auf dem Schortenser Sportplatz und wärmten sich gemeinsam auf. Vor dem Lauf war ich total aufgeregt und alles kribbelte vor Glück. „Das ist heute echt die Halbzeit, verrückt!“, dachte ich mir. Nach dem Warm-Up war die Aufregung aber wie verpufft. Alle Teilnehmer liefen gemeinsam zur Startlinie und reihten sich auf. Dabei war ich (vergeblich) damit beschäftigt meine verabredete Laufpartnerin zu finden, so dass ich den Startpfiff fast verpasst hätte.

Statt meiner Sonntags-Laufpartnerin gesellte sich Mareike zu mir – die zum Glück auch das gleiche Tempo wie ich läuft. Und so liefen wir und liefen und liefen. Alle zehn Minuten keuchte ich „wie weit noch“ – denn dadurch, dass ich immer wieder mit anderen Läufern ins Gespräch kam und mit uns anfeuernden Menschen mitsang, war ich ganz schön aus der Puste.

Okay stop, ich sollte mich lieber etwas mehr auf den Lauf konzentrieren und das tat ich dann auch. Die letzten 200-300 Meter des Laufes waren mit Abstand die besten. Denn dann sprintete ich. Vorbei am Moderator, der auch noch meinen Namen rief (woher weiß er wie ich heiße?). Prustend lief ich ins Ziel, wo ich von Kollegen und anderen Lauf geht’s-Teilnehmern empfangen wurde. Was für ein Gefühl!!

Und wie toll muss sich das Ins-Ziel-Laufen beim Halbmarathon in Oldenburg anfühlen? Aber erstmal gilt es weiter zu trainieren, damit wir den Lauf im Oktober überhaupt schaffen – ein bisschen skeptisch bin ich noch.

Tatiana

In privater Mission waren Mareike und ich ja schon im Juni in Löningen bei einem 10-Kilometer-Lauf gewesen. Zum Glück kann ich nur sagen! Mir hat dieser erste Probelauf vor der Meilensteinkontrolle viel gebracht. Man muss es auch psychologisch durchhalten so eine lange Strecke ohne Unterbrechung zu laufen. Trotzdem fiel mir die Meilensteinkontrolle schwerer. Langsamer war ich auch noch. Als ich ins Ziel kam, konnte ich nicht anders als zu denken: Hilfe und im Oktober war das erst die Hälfte! Zum Glück gibt es bis dahin noch reichlich Trainingseinheiten. Bei der heutigen Laufeinheit bin ich etwas schneller unterwegs gewesen.

Eine zweite Lehre habe ich auch noch aus der Meilensteinkontrolle gezogen. Es ist WIRKLICH wichtig, dass man vor so einem Lauf genügend isst. Ich hatte am Sonntag ausgeschlafen und daher vor dem Lauf „nur“ den Gewürzquark (aber mit 40 Prozent Fett!!) gegessen. Danach war ich pappsatt bis zum Start. Okay, ein paar Kartoffelchips und einen Schokokeks hatte ich davor auch noch genascht. Trotzdem wurde mir nach dem Lauf sehr schlecht. Mein Mann, ein erfahrener Sportler, meinte, dass ich schlicht zu wenig gegessen habe. Aus Spaß meinte er, dass ich vorm Oldenburg Marathon zwei Teller Spaghetti mit Tomatensoße essen soll. Da habe ich erst gelacht und später gedacht: Ist das vielleicht doch keine so dumme Idee?

Karina

Da ich bereits im letzten Jahr bei dem Jever-Fun-Lauf in Schortens dabei war und sehr positive Erinnerungen daran hatte, habe mich sehr auf dieses Lauf-Event in Friesland – meiner alten Heimat – gefreut. Den größten Teil der Strecke habe ich neben unserer sympathischen Lauf geht’s Trainerin Ina Harms absolviert, die uns als ihre Lauf-Schäfchen total gut begleitet und motiviert hat. Beim Erreichen der 5-Kilometer-Marke, schrie Sie: „Bergfest! So Mädels, jetzt bringe ich euch nach Hause!“ Da fühlten sich die restlichen fünf Kilometer nur halb so schlimm an. Ich finde sowieso, gemeinsam in einer tollen Gruppe zu laufen ist viel leichter und motivierender, als wenn man sich so einer Herausforderung ganz alleine stellen würde, ohne mentale Unterstützung.

Eine kleine Leistungssteigerung habe ich auch zu verzeichnen: Ich bin die Strecke insgesamt sechs Minuten schneller gelaufen, als im vergangenen Jahr! Kurz vor Schluss wurde ich von Tatiana überholt. Ich habe noch versucht mitzuhalten, aber nichts zu machen. Sie war einfach zu schnell für mich. 😉

Ich muss aber ehrlich zugeben, dass der Gedanke an 21 Kilometer auch mir ziemlich viel Respekt einflößt. Naja, wir haben noch zwei Monate, um uns auf den Halbmarathon vorzubereiten und ich bin nach dem erfolgreichen Jever-Fun-Lauf wieder total motiviert! Also, packen wir es an!

 

2018-09-17T15:02:25+00:00