Ob lang überlegt oder spontan entschieden – Chelsy Haß, Tatiana Gropius, Gloria Balthazaar und Mareike Wübben, Mitarbeiterinnen der NWZ, stellen sich in diesem Jahr der Herausforderung Halbmarathon. Normalerweise schreiben sie für die Zeitung und sind mit Kamera bewaffnet in der Region unterwegs, um spannende Geschichten zu sammeln. Nun wollen sie neben der normalen Arbeit mit professioneller Unterstützung für den Halbmarathon trainieren. Entwickelt wurde das „Lauf-geht’s-Programm“ von einem der renommiertesten deutschen Sportwissenschaftler, Dr. Wolfgang Feil. Es soll auch den NWZ-Mitarbeiterinnen zum Erfolg verhelfen.

Bald beginnt das Programm „Lauf geht’s“, an dem die Redaktionsmitarbeiterinnen teilnehmen möchten. Mit dabei ist auch Karina Ahlrichs, die im Abo-Marketing der NWZ arbeitet. Sie kann dem Team der Neulinge hilfreiche Tipps geben – denn schon im vergangenen Jahr machte sie bei „Lauf geht’s“ mit und lief zehn Kilometer. Dieses Jahr möchte Karina an ihre Erfolge anknüpfen und noch mehr schaffen.

Für die vier Neulinge muss allerdings zuallererst der richtige Schuh her. „Der Laufschuh ist das wichtigste Kleidungsstück“, sagt Trainer Arnold Frerichs. „Ihr könnt besser im Baumwollshirt und mit günstiger Pulsuhr loslaufen, als auf einen guten Schuh zu verzichten. Denn beim Laufen lastet das Vier- bis Fünffache des Körpergewichts auf den Füßen“, sagt Frerichs.

Und damit der Schuh zum Läufer passt, untersuchen Frerichs und seine Mitarbeiterin Lina van Zwieten im Oldenburger Fachgeschäft Laufrausch die Füße der angehenden Läuferinnen ganz genau. Auf ein Bein stellen und eine angedeutete Kniebeuge: Dann gehen die Schuhexperten schon los und suchen das richtige Paar Schuhe.

„Laufschuhe sind immer größer als die normalen Straßenschuhe“, erklärt van Zwieten, als sie mit den ersten Exemplaren in Größe 40,5 statt der sonstigen 38 um die Ecke biegt. Gloria und Mareike bekommen einen Neutral-Schuh vorgesetzt. „Euer Fuß kippt nicht nach innen“, erklärt Frerichs. Die Schuhe sollen dämpfen, stützen und führen, sagt der Trainer. Und so fühlen sie sich auch an. Gloria und Mareike entscheiden sich für ein lila-farbenes Modell. Auch die Größe passt, vorne ist noch genug Spielraum für die Zehen.

Bei Tatiana und Chelsy erkennt die Expertin andere Merkmale. Die eine trägt Einlegesohlen, die andere hat einen Senkfuß: Auch dafür hat Mitarbeiterin van Zwieten schnell den richtigen Schuh gefunden. „Euch würde ich diesen blauen Schuh empfehlen. Der ist am seitlichen Fußgewölbe gestärkt und gibt euch zusätzlichen Halt.“ Alle 600 Kilometer sollte der Schuh gewechselt werden. „Verletzungsprobleme beim Laufen entstehen wegen Überlastung oder wegen eines falschen Schuhs“, weiß der erfahrene Läufer Frerichs.

In wenigen Wochen geht das Lauftraining los – die Aufregung steigt. Tatiana, Karina, Mareike, Gloria und Chelsy wollen alles geben – gemeinsam mit allen anderen „Lauf- geht’s“-Teilnehmern. Jeden Sonntag treffen sich Laufgruppen, angeleitet von professionellen Trainern. „Bei zwei bis drei Läufen in der Woche gibt es einen Anpassungseffekt, der Körper lernt etwas. Und in den Pausen bauen sich die Muskeln auf“, sagt Trainer Frerichs.

Jetzt, da die Mitarbeiterinnen der NWZ ihre Laufschuhe im Gepäck haben, bekommen sie noch einen wichtigen Rat für die nächsten Monate von Trainer Frerichs: Spaß haben. „An das Training solltet ihr realistisch rangehen und euch nicht unter Druck setzen.“

Na dann, Schuhe schnüren und los geht’s mit „Lauf geht’s“.