//Geschafft! Das war unser Halbmarathon 2018!

Geschafft! Das war unser Halbmarathon 2018!

Juchuh, es ist vollbracht! Zusammen mit euch haben wir den Oldenburger Halbmarathon gemeistert! Auch wenn wir noch unsere Wunden lecken und zum Teil etwas angeschlagen durch die Gegend humpeln, der Stolz es geschafft zu haben überwiegt. Das Wetter war perfekt, die Stimmung auch. Wir haben nach sechs Monaten Training unser Ziel erreicht. Was will man mehr? Hier ein kleiner Rückblick, wie wir Bloggerinnen den Halbmarathon 2018 erlebt haben.

Karina:

Den Halbmarathon in Oldenburg mitzulaufen war wirklich ein besonderes Erlebnis. Vor allem, weil man so ein tolles Gruppengefühl hatte. Ich bin mit meinen Vareler Latte-Macchiato-Mädels losgelaufen, bis Kilometer 15 klappte alles hervorragend. Dann fing mein rechtes Bein an zu schmerzen und ich bin etwas zurückgefallen. Ab Kilometer 18 wurde es richtig hart. Kurz vor Schluss, als ich dachte, jetzt kann ich wirklich nicht mehr, bekam ich mentale Unterstützung von einer anderen „Lauf geht’s“-Teilnehmerin aus meiner Laufgruppe. „Los Karina, du schaffst das!“ Sie hat mich sogar ein kleines Stück an der Hand mitgenommen, um mich zu motivieren weiterzulaufen. Ein großes Dankeschön meinerseits hierfür! Torsten Iversen stand mit ein paar anderen Trainern an der letzten Kurve und hat uns angefeuert: „Nur noch 300 Meter bis zum Ziel!“ So bin auch ich glücklich angekommen. Ich habe es geschafft und ich bin den Halbmarathon unter drei Stunden gelaufen. Das ist in jedem Fall ein Erfolg. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, etwas schneller und eleganter ins Ziel zu kommen. Aber an der B-Note kann ich dann ja im nächsten Jahr feilen. 😉

Ein kleines Bonbon, das mir den Lauf versüßte: Ich weiß nicht, wie oft ich während des Halbmarathons über eine rote Ampel gelaufen bin. Freie Bahn für die Läufer in der Oldenburger Innenstadt! Das hat man auch nicht jeden Tag!

Tatiana:

„Warum tu‘ ich mir das eigentlich an?“, habe ich kurz vor dem Start gedacht. Aber umkehren war ja nicht mehr. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wie es mir bei 21 Kilometern ergehen würde, ein Ziel hatte ich zu Beginn auch nicht. Dann habe ich die Trainerinnen und Pacemakerinnen Anke und Ina mit ihren Luftballons entdeckt. 2:40 Stunden? Vielleicht ist das ja drin. Also habe ich mich an die beiden und eine Gruppe weiterer „Lauf geht’s“-Teilnehmer rangehängt. Über einen Großteil der Strecke habe ich mich gut gefühlt. Die Wasserstation mit den Obststückchen sind goldwert! Richtig anstrengend wurden erst die letzten ein bis zwei Kilometer. Der Wille war immer noch stark, aber die Beine fingen langsam an zu streiken. Als der Zielbogen dann in Sichtweite war, hätte ich glücklicher nicht sein können. Trotzdem kann ich mir durchaus vorstellen, weiter regelmäßig zu laufen. Nach einem halben Jahr „Lauf geht’s“ bin ich wirklich fitter geworden.

Mareike:

Gott war ich aufgeregt! Aber die ersten Meter vom Auto durch Oldenburgs Straßen brachten mich ein bisschen runter, es war schon wirklich viel los. Und auch das Warmmachen mit allen „Lauf geht’s“-Teilnehmern entspannte mich. Es ging ja irgendwie allen wie mir. Ich reihte mich bei 2:30 Stunden ein und genoss die Kilometer in der großen Gruppe durch Oldenburgs Straßen. Tolle Stimmung, auch in der grünen „Lauf geht’s“-Gruppe um die Pacemakerin von 2:30 Stunden. Nach etwa drei Kilometern merkte ich aber – die sind mit unter 6:43 Minuten eigentlich zu schnell für 2:30 Stunden. Ich wollte mich nicht hetzen lassen, also reihte ich mich aus der Gruppe aus und es gesellte sich mein Kollege Mathias Freese zu mir. Der war vorher schon den Lauf über 10 Kilometer mitgetrabt – war also warm 😉 Und so schnackten wir ein bisschen, ich lauschte meiner Musik und fand es super, dank meines Namens unter der Startnummer auch mal persönlich angefeuert zu werden.

Auch die diversen Trinkstände nahm ich gerne mit – vielen Dank an alle Helfer, auch an die Verantwortlichen für die Straßensperrungen. Und Danke an Britta! Denn bei Kilometer 19 verfiel ich doch ins Gehen. Da kam Britta in ihrem „Lauf geht’s“-Shirt, klopfte mir auf den Rücken und ermutigte mich, doch nochmal Gas zu geben. Bei Kilometer 20 tauchte dann noch Torsten Iversen auf und feuerte mich an! Im Ziel freute ich mich dann riesig, was man an meinem Ziel-Bild sieht 🙂 Zur Belohnung gab es ein warmes Bad – und so quälte mich kein allzu großer Muskelkater! Ich hoffe, dass ich beim Laufen über lange Distanzen am Ball bleibe. Denn so fit wie momentan war ich noch nie! Ob ich mich nochmal an einen Halbmarathon wage, weiß ich allerdings noch nicht 🙂

 

Gloria:

Naja, sagen wir mal so: Der Halbmarathon lief bei mir nicht so wie erwartet. Mit dem Ziel „ankommen“ bin ich an den Start gegangen – und mehr war auch nicht drin. Ich hatte nach nicht einmal acht Kilometern mit starken Schmerzen in der Hüfte zu kämpfen, irgendwann konnte ich auch nicht mehr laufen. So bin ich eben in Richtung Ziel gegangen. Auch wenn das Ergebnis deutlich besser hätte sein können, eines kann mir keiner nehmen: Bestimmt wurde kaum ein Läufer so sehr von den Streckenposten angefeuert wie ich – schließlich hatten die, nachdem ich sie passiert hatte, endlich Feierabend …

Chelsy:

Wow, was für ein Tag! Da war es nun also, das große Ziel, auf das wir sechs Monate lang hingearbeitet haben. Schon die ganze Woche über war ich tierisch aufgeregt. Was, wenn irgendwas schief geht, wenn ich meine Startnummer Zuhause vergesse oder wenn ich mir vorher noch eine Verletzung zuziehe?! Lange bevor es überhaupt soweit war, schossen mir die schlimmsten Horrorszenarien durch den Kopf. Und dann war es soweit. Morgens schlüpfte ich in mein „Lauf geht’s“-Shirt, trank ein großes Glas Wasser und aß eine Banane, obwohl mein Magen total verknotet war. Im Schlossgarten war dann noch Zeit für ein paar abschließende Gespräche – da war die Nervosität dann fast unerträglich.

Ich hatte mir vorgenommen, beim 2:30-Pacemaker zu laufen. Was ich nicht wusste: die Trainerin hatte ihrer Gruppe einen kleinen „Puffer“ eingebaut, „falls mal jemand auf’s Klo muss“. Und so liefen wir eher eine 2:20er Zeit. Das ging auch die ersten zehn Kilometer gut, die zweite Hälfte verlief dann um einiges zäher. Ich war heilfroh, dass ich eine Freundin im Schlepptau hatte und wir uns gegenseitig immer weiter motivieren konnten. An jeder Getränkestation machten wir eine kleine Gehpause, atmeten einmal tief durch und liefen dann weiter. Die Beine wurden schwerer, die Füße schmerzten. Und dann entdeckte ich meinen Freund, meine Eltern, meine Schwester und sogar meine Mitbewohnerinnen, die mich alle lauthals anfeuerten. Ab dem Zeitpunkt war ich nicht mehr zu stoppen. Trotz aller Anstrengung und allen Wehwehchen – mein Wille war stärker. Mit meiner Zeit von 2:24 bin ich mehr als zufrieden. Und sieh an, mein Ehrgeiz ist geweckt. Ich möchte weiter laufen, bei anderen Wettkämpfen mitmachen und noch ein bisschen schneller werden. Vor sechs Monaten wäre das alles undenkbar gewesen …

 

2018-10-25T08:56:46+00:00