//Eine Motivationsspritze namens Anne Drees

Eine Motivationsspritze namens Anne Drees

Es ist zwar schon Mai, aber vielleicht hat der eine oder andere von euch ja auch noch die Neujahrsnacht im Hinterkopf. Mit den Vorsätzen ist das ja so ein Ding, aber auch ich habe natürlich schon mal Ziele für das neue Jahr gefasst. Anne Drees hat ihre Pläne nicht nur für einige Monate verfolgt, sondern hat sie seit fast eineinhalb Jahren im Blick. Die Friesoytherin wollte Anfang 2017 etwas ändern in ihrem Leben: Fitter, gesünder und vitaler werden. Sie meldete sich mit einer Bekannten (zu zweit fällt so etwas ja bekanntlich einfacher) bei „Lauf gehts“ an! Wie es ihr im Programm ergangen ist und wie sie sich weiter motiviert hat, hat sie mir erzählt!

Anfang Mai 2017 fiel – wie auch in diesem Jahr – der Startschuss für das Programm. „Ich war ja total unsportlich und fühlte mich nicht so wohl. Das erste Treffen an der Talsperre kostete mich schon Überwindung“, erinnert sich die 46-Jährige. Sie kam mit insgesamt 27 Teilnehmern und 3 oder sogar 4 Head-Coaches an der Talsperre in Friesoythe zusammen. Anfangs hatte sie nur das Ziel, auf die 10-Kilometer-Distanz beim Oldenburger Marathon im Oktober zu gehen.

Positive Rückmeldungen

Aber Anne war motiviert, wurde von Familie und Freunden unterstützt, passte auch das Essen ein wenig an und absolvierte die vier vorgesehenen Einheiten ohne Murren. Respekt, so viel Willenskraft wünsche ich mir auch! 🙂 An den ersten öffentlichen Lauf im August hat sie nur positive Erinnerung. „Wir sind damals in einer Gruppe gelaufen, haben immer mit den Menschen am Straßenrand gejubelt. Die Medaille fühlte sich gut an, ich war mega glücklich“, erinnert sich die Läuferin an das Event im August 2017.

Anne Drees (2. von links) auf dem Weg ins Ziel beim Oldenburger Halbmarathon

Der Lauf über 10 Kilometer als Meilenstein-Kontrolle steht ja auch uns im August bevor. Bisher habe ich davon nur positive Berichte gehört – ich bin gespannt. Anne erzählte mir, dass Dr. Wolfgang Feil dann sein GO für den Halbmarathon gibt. wenn wir die 10 Kilometer unter 90 Minuten schaffen. Das hatte auch sie damals geschafft und arbeitete seit August dann auf die 21 Kilometer hin. Ich habe ja als „Fortgeschrittene“ sowieso das Ziel Halbmarathon vor der Brust – von daher mache ich mir nicht so viele Gedanken, die 10 Kilometer in unter eineinhalb Stunden zu schaffen.

Geburtstag als Wendepunkt

Was mich richtig beeindruckt hat, ist was Anne als Wendepunkt beschreibt: Ihr Geburtstag im September. Statt der geliebten Mozart-Kugeln bekam sie eine Salatschüssel mit allerlei gesunden Sachen geschenkt. Statt der obligatorischen Konzert-Karten befanden sich zwei Einheiten beim Lauf-Coach Andreas Kuhlen unter den Geschenken und statt Krimi oder Liebesroman wurde eine Lauf-Bibel ausgepackt.

Bis dahin hatte Anne auch noch zwei weitere Läufe absolviert: In Barßel und Garrel ging sie über 5 Kilometer an den Start. Die 46-Jährige sammelt übrigens alle Urkunden der absolvierten Läufe – so eine „Motivationsmappe“ werde ich mir auch zulegen! Andreas Kuhlen kannte die Lehrerin am AMG in Friesoythe von den Lauftreffs an der Talsperre. Die Chemie stimmte, durch die „verschenkten“ Trainingseinheiten wollte Anne schneller werden.

Realistische Ziele

Denn sie hatte sich in Vorbereitung auf den Halbmarathon immer wieder gesagt, dass sie als Letzte ins Ziel kommen wird. Ganz schön mutig, aber auch irgendwie ehrlich. Ich weiß nicht, ob sich alle so realistisch einschätzen können und wissen, wo sie stehen. Und ob ich, wenn ich weiß, dass ich als Schlusslicht ins Ziel in Oldenburg laufe, überhaupt noch antreten würde.

Anne trat an und lief in einer Vierer-Gruppe auch als letzte Gruppe von Lauf geht’s im Ziel ein. Alle Teilnehmer standen schon im Ziel, feuerten die Läufer auf den letzten Metern an. Auch die Familien warteten dort schon. Anne bekommt davon heute noch Gänsehaut. Klingt richtig toll, finde ich! Sie berichtete im Umfeld von ihren Erlebnissen, gilt mittlerweile als Vorbild. In elf Monate seit dem Programmstart hat sie 13 Kilogramm abgenommen.

Anne Drees und ihr Coach Andreas Kuhlen nach dem Lauf an der Talsperre

Denn Anne machte mit dem Training weiter. Trotz einer Knie Operation im Dezember hing die 46-Jährige die Laufschuhe nicht an den Nagel. Andreas Kuhlen erstellt für sie wöchentlich einen Trainingsplan mit bis zu vier Laufeinheiten, sie trainieren auch gemeinsam. Mitte April ging sie dann auch wieder beim ersten Lauf-Event um die Talsperre an den Start. Und verbesserte ihre Zeit über 5 Kilometer um fast 6 Minuten – tolle Leistung, da zahlt sich das Dranbleiben aus!

Weitere Lauf-Veranstaltungen geplant

Damit gibt sich die Friesoyhter Lehrerin aber nicht zufrieden. Sie hat sich für dieses Jahr noch so einige Lauf-Veranstaltung vorgenommen. Will in einer Staffel als Läuferin beim Triathlon an der Talsperre an den Start gehen. Sie will noch fitter werden, hat als Motivation zwei Bilder aus früheren Tagen auf dem Handy! Da soll es wieder hingehen! Dass es hilft, beweist, was sie schon geschafft hat! Auch von Freunden, Kollegen, Eltern von Schülern oder Fremden wird sie auf ihre Erfolge angesprochen. Was kann eine größere Motivation sein?

Was treibt euch an? Neujahrsvorsatz? Fitter werden? Ich bin gespannt auf eure Geschichten. Eure Mareike!

2018-05-03T22:07:53+00:00