Wie schon erwähnt, habe ich bereits im vergangenen Jahr an dem „Lauf geht’s“-Programm teilgenommen. Aber irgendwie hat sich bei mir der Erfolg nicht so richtig eingestellt. Immerhin, ich habe es von Null auf 10 Kilometer geschafft. Aber die Gewichtsreduktion hielt sich bei mir – im Vergleich zu anderen „Lauf geht’s“-Teilnehmern – in Grenzen und den Halbmarathon bin ich am Ende auch nicht mitgelaufen.

Was jetzt folgt ist kritische Selbstbetrachtung. Warum lief es bei anderen, wie beispielsweise meinen beiden Kolleginnen Katja und Uli, so gut und ich habe mich so schwergetan?

Ich fürchte, ich bin im vergangenen Jahr in die Perfektionisten-Falle geraten. Im Frühling 2017 bin ich hochmotiviert gestartet, habe alle möglichen Lebensmittel für meine Ernährungsumstellung besorgt und parallel zu dem Buch „Lauf Dich gesund“ von Dr. Feil und Wolfgang Grandjean zusätzlich gleich noch zwei oder drei weitere Bücher gelesen, die sich um gesunde, natürliche und zuckerfreie Ernährung und Sport drehten. Ich habe meine Küche umgeräumt und die Regale mit Hanfnüssen, Dinkelflocken, Amarant, Quinoa, Einkorn, Chia-Samen, Maulbeeren, Kokosblütenzucker und anderen Dingen vollgestellt, von denen ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Nach ziemlich langer Pause habe ich wieder angefangen, regelmäßig Sport zu treiben. Und dann habe ich mich irgendwie verheddert in all meinen guten Vorsätzen und dem Wunsch, gleich alles richtig zu machen.

Gewohnheiten zu ändern braucht Zeit. Und wenn man sich, so wie ich, zu viel auf einmal vornimmt und alles perfekt umsetzen möchte, bekommt man es am Ende nicht richtig hin und gibt irgendwann entnervt auf. Ich denke, ich war im vergangenen Jahr einfach zu verkopft und habe mir zu viel Druck gemacht. Im Gegensatz zu meiner Kollegin Katja, die sich ausschließlich auf das „Lauf geht’s“-Programm konzentriert hat, von Anfang an Spaß daran hatte und ganz locker und entspannt durch die sechs Monate getrabt ist.

Dr. Feil hat kürzlich bei einem internen Vortrag für unsere NWZ-Auszubildenden gesagt: Wer beruflich viel leisten muss, der sollte in seiner Freizeit möglichst keinen zusätzlichen Stress aufbauen. Das ist kontraproduktiv. Na, da hatte er – mal wieder – recht!

Daher mein Tipp: Lasst es locker angehen! Setzt Stück für Stück die „Lauf geht’s“-Inhalte um und freut euch über mehr Bewegung in eurem Alltag und viele neue und leckere Gerichte auf eurem täglichen Speiseplan.

Das ist zumindest mein Vorsatz für diese „Lauf geht’s“-Saison. Einfach alles entspannt angehen und Spaß haben! Und am Ende laufen wir dann hoffentlich alle zusammen gut gelaunt und erfolgreich den Halbmarathon.

In diesem Sinne, alle Gute!

Karina